Aktuelles

Aktionäre der DZ BANK stimmen Fusion zu

Nachdem gestern bereits die Aktionäre der WGZ BANK der Fusion mit der DZ BANK zugestimmt hatten, votierten soeben in Frankfurt 99,99 % der Aktionäre der DZ BANK ebenfalls für die Fusion der beiden Zentralbanken.

Damit kann die Fusion planmäßig zum 1. August 2016 vollzogen werden.

Düsseldorf, 22. Juni 2016, 12:40 Uhr

WGZ BANK-Aktionäre stimmen mit 99,9 % der Fusion mit der DZ BANK zu

Heute haben die Aktionäre der WGZ BANK dem Zusammenschluss mit der DZ BANK mit 99,9% des durch sie vertretenen Kapitals zugestimmt. Die Hauptversammlung der DZ BANK ist am morgigen Mittwoch.

Am 1. August 2016 soll die vereinigte genossenschaftliche Zentralbank an den Start gehen.

Die Primärinstitute sollen durch die Fusion der beiden Zentralbanken eine spürbare finanzielle Entlastung erfahren – die Rede ist von 100 Mio. € p. a.

Düsseldorf, 21. Juni 2016, 14:30 Uhr

Prof. Wuermeling auf dem Sprung zur Deutschen Bundesbank?

Aller Voraussicht nach muss sich der Verband der Sparda-Banken nach einem neuen Sprecher umsehen: Prof. Dr. Joachim Wuermeling (55) ist der Wunschkandidat von Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer, der für die Vakanz nach dem Ausscheiden von Joachim Nagel als Mitglied des Vorstands der Deutschen Bundesbank das Vorschlagsrecht hat.

Wuermeling, Honorarprofessor an der Universität Potsdam und seit 2011 Vorsitzender des Vorstands  des Verbandes der Sparda-Banken, war  zuvor. u. a. Mitglied der Geschäftsführung des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft und Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium. Wuermeling ist Enkel des ersten Bundesfamilienministers Franz-Josef Wuermeling.

Düsseldorf, 21. Juni 2016, 09:00 Uhr

DZ BANK erhebt ab 1. August negative Einlagenzinsen

Diese Nachricht schlägt ein wie eine Bombe: Die Zentralbank der Volks- und Raiffeisenbanken, DZ BANK, wird ab 1. August 2016 negative Zinsen erheben. Auf die Anfrage von 'Bank intern' heißt es dazu aus Frankfurt:

"Wir werden die Nullzinsgrenze für die Primärinstitute bis 1. August aufrechterhalten. Danach werden wir für Interbankeinlagen die Zinsen angelehnt an den Marktzinsen berechnen."

Völlig offen ist, ob die IT der Volks- und Raiffeisenbanken, zentral über die Fiducia & GAD IT AG gesteuert, ab 1. August in der Lage ist, den Primärinstituten eine Software anzubieten, die die Institute ihrerseits in die Lage versetzt, Negativzinsen von ihren Kunden zu berechnen. Die entsprechende Anfrage von 'Bank intern' ist noch nicht beantwortet.

Düsseldorf, 17. Juni 2016, 13:25 Uhr

Einlagensicherung heute Thema der EU-Finanzminister

Beim heutigen Treffen der EU-Finanzminister in Luxemburg stehen u. a. die Vorschläge der EU-Kommission zur Vergemeinschaftung der bestehenden nationalen Einlagensicherungssysteme auf der Tagesordnung.

In der 'Bank intern'-Diskussion im April stellten die Teilnehmer (++ BVR-Präsident Uwe Fröhlich  ++ RSGV-Präsident Michael Breuer  ++ Berend Gortmann, Bundessprecher der Interessengemeinschaft kleiner und mittlerer Genossenschaftsbanken  ++ Rainer Mellis, Sprecher des Vorstands der Volksbank Düsseldorf Neuss und  ++ MdB Klaus-Peter Flosbach) unisono fest, dass zum Schutz der Sparer der Fortbestand der nationalen Systeme zwingend sei. Aus deutscher Sicht sei es fatal, haften zu müssen für Schieflagen anderer Banken und Staaten. Diese Haftung "für fremde Risiken" stelle eine Transferunion dar, die nur denen helfe, die aufgrund (zu) lascher Kreditvergabekriterien Ausfälle in den Büchern hätten.

Düsseldorf, 17. Juni 2016, 09:30 Uhr

Deka-Chefvolkswirt zum britischen Referendum

An den Finanzmärkten spürt man die Ungewissheit über den Ausgang des britischen Referendums zur Frage, ob Großbritannien in der EU bleiben soll oder nicht.

Auch in den Sparkassen wird in den letzten Tagen vor dem Stichtag 23. Juni 2016 heiß diskutiert. 'Bank intern' hat Deka-Chefvolkswirt Dr. Ulrich Kater zu seiner Einschätzung befragt: 

"Nach den Umfragen gibt es derzeit ein Kopf-an Kopf-Rennen zwischen Gegnern und Befürwortern des Ausstiegs aus der Europäischen Union. Man sollte also nicht allzu überrascht sein, wenn es am Freitagmorgen heißt: Die Briten sind draußen. Schaut man allerdings hinter die Umfragewerte, so ist die Waagschale weiterhin leicht in Richtung Verbleib in der Union geneigt. Online- oder auch Telefonumfragen sind manchmal nicht richtig repräsentativ, wie die vielen Fehlprognosen gerade bei Referenden gezeigt haben.

Was im Fall eines Brexit passieren würde, sehen wir teilweise jetzt schon an den Märkten: schwaches Pfund, schwacher Euro, schwache Aktien, sinkende Bundesrenditen. Wenn der Brexit kommt, wird das in einer ersten Reaktion wahrscheinlich noch weiter gehen. Märkte übertreiben in solchen Situationen aber meistens. Einige Reaktionen werden sich in den Wochen danach auch wieder zurückbilden. Dabei wird man besonders darauf achten, wie die Konjunktur reagiert, also sicherlich zwei oder drei Monate lang die Frühindikatoren abwarten.

Wir raten nicht zu hektischem Handel rund um den Brexit. Taktische Positionierungen auf ein solches politisches Ereignis können allenfalls professionelle Akteure an den Märkten durchführen. Für die Aktienquote privater Haushalte gilt, dass politische Ereignisse wie eine Brexit-Entscheidung keine Auswirkungen auf die langfristigen Anlageziele haben, denn in einem breit gestreuten Portfolio zählt nur die durchschnittliche Aktienrendite über viele Jahre. Und die wird durch einen Brexit nicht beeinflusst. Wer allerdings sowieso vorhat, seine Aktienquote zu erhöhen, der findet in diesem Umfeld – ob vor oder nach dem Entscheidungstag am 23. Juni – günstige Einstiegsgelegenheiten."

Düsseldorf, 17. Juni 2016, 09:00 Uhr

Der 'Fall' Stadtsparkasse Düsseldorf

Vor dem Hintergrund der Entscheidung der NRW-Sparkassenaufsicht, mit der der Jahresabschluss 2014 der Stadtsparkasse Düsseldorf auf Antrag des Verwaltungsratsvorsitzenden OB Thomas Geisel aufgehoben wurde (vgl. 'Bi' 23/2016), befassen sich bundesweit sowohl die Vorstände wie die Träger der Institute mit möglichen Konsequenzen. Sie alle fragen sich, welche Schlüsse aus diesem Fall gezogen werden müssen. Vor allem, weil in dem Bescheid die Rede von „rechtsfehlerhafter Einschätzung“ und darauf basierender "rechtswidriger Entscheidung"  ist. Und, es wird hinterfragt, ob diesem Einzelfall der Charakter einer grundsätzlichen Bewertung einer Sparkassen-Aufsicht zukommt. Dazu wird momentan an vielen Stellen heftigst diskutiert. Beim DSGV ebenso wie in den Regionalverbänden. Und eins ist auch klar: In den Sparkassen-Gremien auf Verbandsebene sitzen zu 2/3 regionale Vertreter, also im Grunde genommen Befürworter einer breiteren Ausschüttungspolitik. 'Bi' sieht auf der einen Seite das Problem, dass formal nur ein Einzelfall per verwaltungsrechtlichem Bescheid entschieden wurde. Also faktisch nur vorläufig. Und, dass es hierzu noch keine gerichtliche Entscheidung gibt. Andererseits darf man nicht unberücksichtigt lassen, dass die Sparkassen dem immensen Druck seitens der EZB bzw. der BaFin ausgesetzt sind, ihr EK stetig aufzubauen.  

Düsseldorf, 16. Juni 2016, 17:00 Uhr

Sparkasse Taunus hilft Unwettergeschädigten völlig unkonventionell

Die Taunus Sparkasse stellt als Soforthilfe eine Million Euro bereit, um Betroffenen der Unwetter Kredite zu ermöglichen. Und zwar zinsfrei.

Das Geld steht allen Bürger aus der Region, die in den vergangenen Tagen und Wochen Schäden durch die heftigen Verwüstungen erlitten haben, zur Verfügung. Auch Nicht-Kunden.

"Als Sparkasse dieser Region möchten wir den betroffenen Menschen in unserem Geschäftsgebiet schnell und unbürokratisch helfen", sagt Oliver Klink, Vorstandsvorsitzender der Taunus Sparkasse.

Die Konditionen: Geschädigte Haus- und Wohnungseigentümer können Darlehen bis zu 10.000 Euro erhalten – mit einer maximalen Laufzeit von vier Jahren. Die Kredite sind zins- und gebührenfrei, Sondertilgungen sind jederzeit möglich.

Ab Montag können Darlehensanträge in allen Filialen der Taunus Sparkasse eingereicht werden.

Düsseldorf, 16. Juni 2016, 15:30 Uhr

'Brexit' oder 'Bremain'

Das britische EU-Referendum steht im Fokus. Ein 'Brexit' wäre politisches Neuland und daher mit enormer Unsicherheit verbunden. Ein "Nein" zur EU würde die britische Konjunktur, das Pfund sowie Risikoassets allgemein belasten. Wenn die wohl zweijährigen Austrittsverhandlungen in einem Kompromiss enden, halten sich die negativen Effekte in Grenzen. Ohne Einigung wäre entweder Großbritannien oder die EU der große Verlierer. Wahrscheinlicher ist jedoch, dass die Briten zu Gunsten der EU votieren – 'Bremain'.

Dieses Statement gibt Dr. Gertrud R. Traud, Chefvolkswirtin/Bereichsleiterin Research der Helaba, Landesbank Hessen-Thüringen, gegenüber 'Bank intern'.

Düsseldorf, 15. Juni 2016, 17:30 Uhr

Korrektur der Berechnung der Bankenabgabe 2016

Nachdem publik wurde, dass die FSMA gleich die ersten Bescheide mit der Berechnung der Bankenabgabe 2016 falsch berechnet hatte, versuchte 'Bank intern' herauszufinden, wann die neuen, dann hoffentlich rechnerisch richtigen Bescheide verschickt werden.

Im Laufe des Juni soll es soweit sein. Dann werden die risikogewichteten Beitragsberechnungen neu verschickt.

Dessen ungeachtet mussten die Institute bis zum 31. Mai 2016 die falsch berechneten Forderungen begleichen. Nach 'Bi'-Auffassung ein Skandal sondergleichen.

Düsseldorf, 15. Juni 2016, 12:00 Uhr

Wie stellt sich UNION INVESTMENT angesichts der britischen Entscheidung zur EU auf?

Die Frage, wie wahrscheinlich ein Brexit ist, beschäftigt derzeit nicht nur Politologen rund um den Erdball. In England haben auch Buchmacher alle Hände voll zu tun, Tippscheine entgegen zu nehmen. Wie sich hierzulande Fondsmanager auf den 23. Juni 2016 einstellen hat 'Bank intern' aktuell gefragt. Die schnellste Antwort kommt aus der Genossenschaftlichen FinanzGruppe, von der Union Asset Management Holding AG. Wir geben sie hier im vollen Wortlaut wieder:

"Wie bei anderen, vergleichbaren Risikoszenarien führen wir auch in Bezug auf einen möglichen Brexit auf täglicher Basis eine große Anzahl unterschiedlicher Analysen durch. Dazu gehören insbesondere diverse historische und hypothetische Szenarien, die sowohl auf Einzeltitelebene als auch auf Ebene der Sondervermögen Hinweise auf mögliche Anfälligkeiten unserer Portfolios geben. Die Ergebnisse unserer Analysen werden regelmäßig hin zum Wahltermin aktualisiert und in den Anlageentscheidungen des Portfoliomanagements mit berücksichtigt: Einer im Brexit-Fall wahrscheinlichen Abwertung des Britischen Pfunds (GBP) tragen wir bspw. durch niedrige Fremdwährungsbestände in GBP Rechnung. Unsere übergeordnete Anlagestrategie ist – Stand heute – eher neutral ausgerichtet. Das bedeutet, dass unsere Portfolios im Durchschnitt ein mittleres Risikoniveau aufweisen und einzelne Anlageklassen weder besonders offensiv noch besonders defensiv aufgestellt sind. Änderungen sind bis zum 23. Juni natürlich jederzeit möglich.“

Düsseldorf, 14. Juni 2016, 12:00 Uhr

NRW-Finanzminister hebt Jahresabschluss 2014 der Stadtsparkasse Düsseldorf auf

NRW-Finanzminister Dr. Norbert Walter-Borjans hat den Jahresabschluss 2014 der Stadtsparkasse Düsseldorf aufgehoben.

Der Entscheidung der Sparkassen-Aufsicht vorausgegangen sind mehrere Versuche des RSGV, zwischen Stadtsparkasse Düsseldorf und OB Thomas Geisel, bzw. dem Verwaltungsrat doch noch eine einvernehmliche Lösung über die strittige Frage nach der Beschlussfrage über die Genehmigung des Jahresabschlusses 2014 zu finden. Sie scheiterten allesamt. Auch im gestrigen Moratorium gab es keinen Kompromiss.

Daher musste NRW-Finanzminister Dr. Norbert Walter-Borjans als Sparkassen-Aufsicht entscheiden: Denn formal  lag seitens des Verwaltungsratsvorsitzenden Geisel in seiner (Doppel-)Rolle als Beanstandungsbeamter eine Ablehnung des 2014er Abschlusses, der zuvor mit Mehrheit des Verwaltungsrates angenommen worden war, vor.

Nunmehr muss die Sparkasse einen neuen Jahresabschluss vorlegen, über den wiederum der Verwaltungsrat neu entscheiden muss. Allem Anschein nach hat OB Geisel sich in diesem Gremium inzwischen selbst atomisiert: Aus mindestens zwei Gründen:  ++ Zum einen wegen seines juristisch völlig absurden Vorschlags, die Sparkasse zu einem millionenschweren Sponsoring i. S. Stiftung Museum Kunstpalast zu zwingen  ++ Zum anderen wegen seiner ebenfalls abwegigen Vorstellung, die Sparkasse künftig dauerhaft zu verpflichten, Mindestquoten bei der Ausschüttung auszuweisen. Geisel hatte gefordert, mindestens 5 % des Plangewinns sowie 50 Prozent des außerplanmäßigen Jahresgewinns auszuweisen.

Düsseldorf, 10. Juni 2016, 09:00 Uhr

Bläst der Wind die Volksbank Osnabrücker Nordland um?

Die mit einer Bilanzsumme von rd. 236 Mio. € recht kleine Volksbank Osnabrücker Nordland hat zum 17. Mai ein Beteiligungsmodell aufgelegt, mit dem sie im ersten Aufschlag Anwohner im "Umkreis von 1,5 km" um die Windkraftanlage 'Fahlen Knüven' in Merzen als Mitfinanziers einwerben will (vgl. 'Bi' 21/2016).

Während andernorts Volks- und Raiffeisenbanken ihre Kunden regelmäßig anhalten, sich auch in wirtschaftlichen Beteiligungen am Genossenschaftsmodell auszurichten, geht die VoBa einen anderen Weg. Grund genug für 'Bank intern', sich in einer breit ausgerichteten Recherche mit den vielfältigen Facetten von Windparks auseinanderzusetzen.

In der heutigen Ausgabe ('Bi' 23/2016) lassen wir den Vizepräsidenten des Instituts für Klima und Energie/EIKE, Michael Limburg, zu Wort kommen. Limburg befasst sich u. a. mit der Frage der ökologischen Sinnhaftigkeit eines solchen Investments.

Düsseldorf, 07. Juni 2016, 09:00 Uhr

Befreit NRW-Finanzminister Düsseldorfs-OB aus 'Geisel-Haft'?

Die gesamte deutsche Sparkassen-Welt blickt derzeit nach Düsseldorf – nicht, weil der Deutsche Sparkassentag dort besondere Spuren hinterlassen hätte. Nein, lt. Rheinischer Post soll Düsseldorfs OB Thomas Geisel formal von NRWs oberstem Sparkassen-Aufseher, Finanzminister Dr. Norbert Walter-Borjans, signalisiert bekommen haben, dass er die operative Entscheidung des Sparkassen-Vorstands um Arndt M. Hallmann, den durch den Verkauf der Corpus Sirius Immobilien-Company unerwartet hohen Jahresüberschuss 2014 in die Rücklage einzustellen, aufheben werde. Am kommenden Donnerstag werde er so entscheiden, wenn nicht zuvor doch noch eine Entscheidung zwischen dem OB und Verwaltungsratsvorsitzenden und der Stadtsparkasse erzielt werde.

Angeblich soll Geisel zwar darauf verzichten wollen, höhere Gewinnanteile für die Stadtkasse zu fordern, aber Hallmann müsse gleichwohl ein Zeichen setzen. Die Rede ist von rd. 20 Mio. €, die zur Aufrechterhaltung des Betriebs des 'Museums Kunstpalast' fließen sollen – womit der Ausstieg von Energieriesen E.ON kompensiert werden solle.

Ob Geisel sich angesichts eines möglichen Sieges allerdings mit 'nur' 20 Mio. € abspeisen lassen würde, ist derzeit ebenso offen wie die Frage, ob Hallman angesichts dieses Umstandes noch bereit ist, der Stadtsparkasse weiter voran zustehen – ein Verlust, der nach 'Bi'-Einschätzung weit mehr schmerzen würde als jede materielle Einigung.

Am Mittwoch soll sich Verbandspräsident Michael Breuer näher äußern, heißt es in Düsseldorf.

Düsseldorf, 06. Juni 2016, 16:00 Uhr

Hat Number 26 ("Dein Girokonto wie es sein soll") Kundenkonten grundlos gekündigt?

Aktuell berichtet die FAZ, dass das junge Fintech-Unternehmen Number 26, zu dessen Großinvestoren Peter Thiel gehören soll, "mehreren Kunden ohne Angabe von Gründen" die Kontoverbindung gekündigt haben soll. Die Kollegen mutmaßen, dass das Unternehmen derzeit im operativen Geschäft "überfordert" ist, das in dieser Woche zeitweise die ausgegebenen Karten nicht funktioniert hätten.

'Bank intern' hat Number 26 unverzüglich eine Anfrage gestellt:  ++ Ist zutreffend, dass Number 26 ohne Angaben von Gründen Konten der Kunden einseitig gekündigt hat?  ++ Wie begegnen Sie dem Vorwurf, damit gegen die gesetzlichen Vorgaben, innerhalb von 2 Monaten zu einem anderen Anbieter wechseln zu können, verstoßen zu haben?  ++ Können Sie bestätigen, dass Kunden in dieser Woche zeitweise ihre Karte nicht haben zum Bezahlen einsetzen können. Die Antworten kamen prompt:

++ "Als junges Unternehmen bedauern wir grundsätzlich jede ausgesprochene Kündigung sehr. Dennoch müssen wir von Zeit zu Zeit Kontoverbindungen auflösen. Die aktuellen ordentlichen Kündigungen betreffen wenige Hundert Konten. Es handelt sich um begründete Einzelfälle. Die individuellen Gründe können wir allerdings aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht kommentieren."

++ "Da wir ordentliche Kündigungen ausgesprochen haben, werden die gesetzlichen Vorgaben selbstverständlich erfüllt. Die Kündigungen werden in 2 Monaten effektiv."

++ "Am Mittwoch kam es für eine kurze Zeit zu technischen Herausforderungen bei der Kartenabwicklung."

Aus den Antworten kann man ableiten, welche Schlagkraft tatsächlich hinter dem kecken Werbeslogan von Number 26 steckt: "Dein Girokonto wie es sein soll."

Düsseldorf, 03. Juni 2016, 10:00 Uhr

Wer entscheidet darüber, welche Rücklagen eine Sparkasse bilden darf?

NRW-Finanzminister lädt zum Spitzentreffen

Nach Informationen von 'Bank intern' findet am morgigen Freitag im NRW-Finanzministerium ein 'runder Tisch' statt, bei dem es vor allem darum geht festzustellen, wer, Vorstand oder Verwaltungsrat, darüber befinden darf, welche Beträge in die Rücklage des Institutes eingestellt werden dürfen, bzw. was als Gewinn zur Verwendung durch den Verwaltungsrat auszuweisen ist.

Zu diesem Treffen sind neben je einem Vertreter der Deutschen Bundesbank und der BaFin auf der einen Seite die Vorstände Arndt M. Hallmann (VV) und Karin-Brigitte Göbel und die Ratsvertreter der Stadt Düsseldorf, die im Verwaltungsrat der Sparkasse sitzen, darunter der OB und Vorsitzende des Verwaltungsrates Thomas Geisel, geladen worden. Ferner hat Michael Breuer, Präsident des Rheinischen Sparkassen- und Giroverbandes eine Einladung erhalten.

Auslöser für diesen speziellen Fall, dem bundesweit Aufmerksamkeit gewidmet wird, ist die Beanstandung des 2014er Jahresabschlusses durch Geisel, nachdem zuvor der Verwaltungsrat mehrheitlich den Geisel-Vorschlag abgelehnt hatte, mehr als die angebotenen 3 Mio. € an Gewinn an den Träger auszuschütten.

Der Fall hat längst die breite Branchenöffentlichkeit sensibilisiert, geht es doch im Kern um die Frage, wer schlussendlich darüber befinden kann, welche Beträge aus dem Gewinn in die Rücklagen fließen. 'Bank intern' hat in diesem Fall von 'Geisel-Haft' gesprochen.

Düsseldorf, 02. Juni 2016, 09:00 Uhr

"Länger leben als das Geld reicht – ein unterschätztes Risiko"

Prof. Dr. Jochen Ruß referierte beim 'Tag der Bankvorstände' in Düsseldorf

Auf Einladung von R+V West-Vertriebsdirektor Thomas Büchler zeigte heute früh der gelernte Mathematiker und gebürtige Schwabe (beides in Kombination bezeichnete er selbst als "Handikap" ) Prof. Dr. Jochen Ruß gleichermaßen informativ wie rhetorisch brillant über das Phänomen, zunehmend länger leben zu können als durchschnittlich das angesparte Vermögen ausreicht.

Der Referent spannte einen Bogen von der anhaltenden Niedrigzinsphase über deren lt. Ruß geringen Auswirkungen auf die für Jedermann unumgänglich erforderliche finanzielle Absicherung durch eine sachgerecht (auch in der Höhe) abzuschließende LV über den deutlichen Hinweis der Bundesregierung zur Frage, ob die staatlichen Rentensysteme den Bedarf an Vorsorge decken (eben nicht), bis hin zu der mathematisch belegbaren Nivellierung von finanzmarkt-typischen Ausschlägen durch eine langfristig laufende LV.

Man hätte dem Referent und den interessiert zuhörenden Vorständen der Kreditgenossenschaften gewünscht, all Ihre Kundenberater hätten Ruß live erleben können.

Düsseldorf, 01. Juni 2016

Sparkasse Witten spricht von "Sondierungsgesprächen"

Wie geht es weiter mit der Sparkasse Witten?

Während andernorts im Zusammenhang mit der Sparkasse Witten von "Fusionsgesprächen" die Rede ist, widerspricht die Sparkasse Witten dieser Einschätzung energisch. Von "Fusionsgesprächen kann zum derzeitigen Zeitpunkt keine Rede sein", heißt es in einer E-Mail an 'Bank intern'.

Der Verwaltungsrat habe den Vorstand der Sparkasse Witten vielmehr beauftragt, SONDIERUNGSGESRÄCHE mit benachbarten Sparkassen aufzunehmen. Ziel dieser Sondierungsgespräche sei es, "zu klären, in wieweit eine wirtschaftliche Zusammenarbeit sinnvoll sein" könne. Diese Gespräche seien ausdrücklich ergebnisoffen.

Begründend wird angeführt, dass vor dem Hintergrund, dass sich Bankenregulierung und aufsichtsrechtliche Anforderungen in den nächsten Jahren weiter verschärfen werden – und dies alle Institute betreffe – es sinnvoll sei, regelmäßig alle möglichen Optionen für die Zukunft zu überprüfen.

Weiter teilt uns die Sparkasse Witten mit: "Die Sparkasse Bochum ist übrigens nicht einziger Gesprächspartner. Wir sprechen mit verschiedenen Sparkassen in unserer Nachbarschaft." Bis Ende September sollen diese Gespräche abgeschlossen sein.

Düsseldorf, 31. Mai 2016, 17:00 Uhr

Steht Sparkasse Bochum vor einer Fusion?

Im Gespräch ist eine Fusion mit der Sparkasse Witten

Nachdem kolportiert wurde, dass die Sparkasse Bochum sind in der Vorbereitung einer Fusion mit der Sparkasse Witten befindet, hat 'Bank intern' in Bochum und Witten nachgefragt. Während Witten noch darüber nachdenkt, ob und wie man unsere Anfrage beantworten soll, hat sich die Sparkasse Bochum unverzüglich gemeldet: "Die Sparkasse Witten hat vor dem Hintergrund des Zinsumfeldes und der wachsenden aufsichtsrechtlichen Anforderungen beschlossen, Sondierungsgespräche über eine mögliche Fusion mit angrenzenden Sparkassen zu führen. Der Verwaltungsrat der Sparkasse Bochum hat auf Vorschlag des Vorstandes der Teilnahme an diesen Sondierungsgesprächen zugestimmt". Zum Timing heißt es aus Bochum: "Erste Ergebnisse werden nach den Sommerferien erwartet."

Düsseldorf, 30. Mai 2016, 11:15 Uhr

FMSA verschickt fehlerhafte Bescheide zur Bankenabgabe

Welche Höhe der Bankenabgabe gilt nun für 2016?

Vor dem Hintergrund der erschreckenden Tatsache, dass die Bescheide der Bundesanstalt für Finanzmarktstabilisierung/FMSA über die Höhe der Bankenabgabe 2016 falsche Zahlen umfassen, geht 'Bank intern' der Frage nach, ob die fehlerhaften Angaben gleichwohl die Grundlage der Zahlung darstellen. 

Zunächst einmal ist festzustellen, dass eine Korrektur der individuellen Höhe aus den Bescheiden aufgrund des Ausgleichsprinzips im Rahmen der EU-Bankenabgabe aller Voraussicht nach zwangsläufig dazu führen wird, dass alle beitragspflichtigen Institute betroffen sind.

Es ist ferner davon auszugehen, dass sich bei einigen Instituten der Beitrag senken wird, während andere Institute einen höheren Beitrag mitgeteilt bekommen. Allerdings lässt sich eine belastbare Aussage zur individuellen Betroffenheit erst bei Erhalt des neuen Bescheides treffen.

Nach 'Bank intern'-Recherchen soll die Zahlungsaufforderung aus dem alten, falschen Bescheid bestehen bleiben und mit dem neuen Bescheid lediglich eine Erstattung oder Nachforderung des Differenzbetrages erfolgen.

'Bank intern' hat auch die Bundesanstalt für Finanzmarktstabilisierung/FMSA selbst um Auskunft gebeten. Deren Antwort steht weiterhin aus.

Düsseldorf, 30. Mai 2016, 09:00 Uhr

Wer kontrolliert die Aufsicht? SRB und FMSA berechnen Bankenabgabe 2016 fehlerhaft

Die Börsen-Zeitung weist in doppeltem Sinne feinsinnig vor ihrer harschen Kritik an der EU-Abwicklungsbehörde Single Resolution Board/SRB und deren nationaler Vollstreckungsbehörde Bundesanstalt für Finanzmarktstabilisierung/FMSA aufgrund deren fehlerhaft berechneter Bankenabgabe für 2016 (vgl. 'Bi' 22/2016) auf die (auch) bei Journalisten bestehende Anfälligkeit hin, Mrd. bzw. Mio. zu verwechseln. Nur: Journalisten entschuldigen sich in der Regel für ihre Schusseligkeit. Diese Stärke vermissen wir indes bei der FMSA. Und noch eins: Seit Wochen drängen die Verbände darauf, die Berechnungskriterien der Bankenabgabe offenzulegen und zu erläutern. Dies ist bis heute nicht geschehen. Und der Gipfel der Unverfrorenheit ist u. E., dass die FMSA jetzt, wo der Berechnungsfehler begangen wurde, nicht mal die Stärke besitzt, die betroffenen Institute selbst zu informieren sondern sich der Verbände als Überbringer dieser Botschaft bedient. Ein Anlass mehr, zu fordern, die Aufsicht endlich besser zu kontrollieren.

Düsseldorf, 27. Mai 2016, 13:00 Uhr

Bundesanstalt für Finanzmarktstabilisierung berechnet Bankenabgabe falsch

Bankenabgabe wird zu hoch angesetzt – und muss dennoch bezahlt werden

'Bank intern' liegt ein Schreiben der Bundesanstalt für Finanzmarktstabilisierung/FMSA v. 23. Mai 2016 vor, unterschrieben von Günter Borgel, Mitglied des Leitungsausschusses, und Karin Sinning, Abteilungsleiterin Restrukturierungsfonds & Rechnungswesen, mit dem die unmittelbar dem Bundesfinanzministerium unterstellte Behörde lapidar mitteilt, bei der Berechnung der Bankenabgabe für das Jahr 2016 "Korrekturbedarf" zu haben.

Zum Hintergrund: Es gibt im Rahmen der Festsetzung der sog. Bankenabgabe zwei Arten von Bankinstituten: Die einen bezahlen einen Pauschalbeitrag, von den anderen wird ein individuell berechneter Beitrag eingefordert. Bei der Berechnung der individuell berechneten Bankenabgabe ist der Behörde offensichtlich ein Fehler unterlaufen. Zum Nachteil der Institute.

Nach 'Bank intern'-Informationen werden die fehlerhaften Bescheide innerhalb von drei bis vier Wochen korrigiert.

'Bank intern' hat weiterhin ermittelt, dass die falsch berechneten Beitragssätze dennoch fällig bleiben und von den Instituten fristgerecht beglichen werden müssen.

Das Schreiben der FMSA enthält keinerlei Entschuldigung – für 'Bank intern' geradezu skandalös.

Düsseldorf, 27. Mai 2016, 10:00 Uhr

Deutsche Bank bei Moody's knapp vor Ramschniveau

Anders als Sparkassen und Volks- und Raiffeisenbanken, denen ihre treuen Kunden selbst in Zeiten von Niedrigstzinsen Vermögen zur Anlage anvertrauen, das im Kreislauf dann als Kredit wieder ausgegeben werden kann, müssen Geschäftsbanken sich regelmäßig am freien Markt, bzw. im Interbankenhandel frisches Geld besorgen. Von Aktionären gefürchtet sind auch die Kapitalerhöhungen – Commerzbank- und Deutsche Bank-Eigner können ein Lied davon singen. Der Preis, der für frisches Geld gezahlt werden muss, bestimmt sich maßgeblich nach mehr oder weniger objektiven Rating-Daten. Insofern ist die aktuelle Abstufung der Deutschen Bank durch Moody's ein teurer Schlag ins Kontor. Für die Analysten entscheidend sind z. Zt. die Herausforderungen, denen sich der Bankenprimus im Zuge des Radikalumbaus ausgesetzt sieht. Die Bewertung für langfristige Einlagen rutschte diese Woche von A2 auf A3, die der vorrangigen unbesicherten Verbindlichkeiten gar auf Baa2. Knapp vorbei am Ramschniveau.

Düsseldorf, 24. Mai 2016, 17:00 Uhr

'Bank intern' online!

 

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